Publikationswesen

Forschung beschleunigen und eine Kultur der Offenheit fördern
Mit ihrer im Juli 2017 gegründeten Reihe ermöglicht die DGUF das Publizieren von Grabungsberichten, ohne dass notwendigerweise eine tiefgehende wissenschaftliche Bearbeitung dazugehört. Die Quellen erscheinen parallel online und als gedrucktes Buch. So können Primärquellen schnell und mit hoher Reichweite sowohl für die Wissenschaft als auch für interessierte Bürger zugänglich gemacht werden - und die Ausgräber erreichen mehr Sichtbarkeit für ihre wertvolle Arbeit als bisher. Frank Siegmund und Diane Scherzler stellen die neue Monografienreihe vor.
ForschungVeröffentlichungen
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Alle Bände der »Archäologischen Informationen« seit Jg. 1/1972 jetzt im Open Access verfügbar
Die Archäologischen Informationen haben mit dem Jahrgang 2013 den Schritt in den Open Access gewagt: Parallel zu den weiterhin gedruckten Bänden erscheint die Zeitschrift seitdem auch online, und zwar ohne Sperrfrist, ohne Autorengebühren und gänzlich frei zugänglich. Mit einem Retrodigitalisierungsprojekt gelang es, nun auch die älteren Jahrgängen 1972-2012 online bereitszustellen.
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Eine neue Kultur des Lesens: Die »Archäologischen Informationen« im Open Access
Schon vor ihrem Gang in den Open Access im Oktober 2013 war die Zeitschrift "Archäologische Informationen" im Fach gut verbreitet. Die weltweite Verfügbarkeit, gut durchdachte redaktionelle Prozesse sowie die enge Zusammenarbeit mit der Universitätbibliothek Heidelberg haben der "ArchInf" mittlerweile ein international hervorragendes Renommee beschert und sie zum Ort der Debatte über Open Access und Open Data in der Archäologie gemacht. Wir haben mit PD Dr. Frank Siegmund, Herausgeber der ArchInf, und mit Dr. Maria Effinger von der Universitätsbibliothek Heidelberg gesprochen.
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DFG und Europäischer Forschungsrat über Open-Access-Publizieren in der Archäologie
Wie will die Archäologie mit »Open Access & Open Data« umgehen? Welche Möglichkeiten eröffnen sich hierdurch für das Fach und welche Strukturen werden dafür benötigt? Aus Sicht von Vertretern der DFG und des Europäischen Forschungsrates nehmen die Geisteswissenschaften allgemein in diesen Fragen eine zu zögerlichen Haltung ein. Vor diesem Hintergrund fordert Frank Siegmund eine aktive Teilnahme der archäologischen Wissenschaften an der Gestaltung von Open Access und Open Data.
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Nachrichten

CT-Scans von Neandertaler und Homo sapiens sapiens

Ein typisches Merkmal des modernen Menschen ist die ungewöhnlich runde Kopfform, die uns von länglichen Schädeln anderer Menschenarten unterscheidet. Mit Hilfe von Neandertaler-DNA in heute lebenden Europäern haben Wissenschaftler Gene entdeckt, die Einfluss auf die runde Schädelform haben. Ein Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Psycholinguistik und MPI für evolutionäre Anthropologie kombinierte Daten von fossilen Schädeln, Gehirnscans und genetische Daten miteinander.

Veröffentlichungen
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Reliquiar vom Hemmaber, Rekonstruktion

Forscher/innen des Österreichischen Archäologischen Instituts der Österreichischen Akademie der Wissenschaften konnten den Cold Case einer Reliquie lösen, die in den 1990er-Jahren am Hemmaberg in Kärnten entdeckt wurde. Über die mehr als 1.800 Jahre alte Heilige berichten sie nun erstmals in einem neuen Buch.

Veröffentlichungen
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Späte Faustkeile aus Saudi-Arabien

Bereits vor mehr als 1,5 Millionen Jahren begannen frühe Menschen damit, Faustkeile herzustellen. Die durch das Vorkommen von Faustkeilen definierte archäologische Kultur wird als Acheuléen bezeichnet und beschreibt die am längsten währende Tradition der Werkzeugherstellung in der Menschheitsgeschichte. Neue Forschungen unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte und der Saudischen Kommission für Tourismus und Nationales Erbe zeigen, dass diese Kultur auf der Arabischen Halbinsel noch vor weniger als 190.000 Jahren gegenwärtig war. Demnach endete das arabische Acheuléen erst kurz vor oder zeitgleich mit der Ankunft des Homo sapiens in der Region.

Veröffentlichungen
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Illustration: Fischer

Neue Studie zeigt, dass die genetische Zusammensetzung heutiger Nordeuropäer auf Migrationen aus Sibirien zurückgeht, die vor mindestens 3.500 Jahren begannen, und dass noch in der Eisenzeit Vorfahren der Samen auf einem größeren Gebiet Finnlands lebten als diese heute.

Forschung
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Südchinesisches Meer

Bereits vor 6.000 Jahren hat der Mensch so in die Natur eingegriffen, dass sich die Vegetation verändert hat. Das ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Mahyar Mohtadi vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen und seinen Kollegen. Grundlage ist der Vergleich von mehreren vergangenen Warmzeiten.

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Yaxchilan, Struktur 19

Das vom Forschungsvorhaben »Textdatenbank und Wörterbuch des Klassischen Maya« der Uni Bonn betreute Maya-Bildarchiv macht erstmals Forschungsmaterialien zur Klassischen Mayakultur aus privaten Sammlungen öffentlich zugänglich. In einer noch im Aufbau befindlichen Bilddatenbank sind bereits knapp 6.000 Bilder frei unter CC-Lizenz verfügbar.

Digital Humanities
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