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Newsletter 3/2019

21.04.2019

 

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Nachrichten

Dynamische Interaktionszone am Nordrand des Kaukasus
Der Elbrus, mit mehr als 5642 Metern der höchste Berg des Kaukasus und Europas

Ein internationales Forschungsteam koordiniert von der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Berlin und dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena (MPI-SHH) konnte erstmals systematische paläogenetische Untersuchungen im Kaukasus durchführen. Die kürzlich erschienene Studie fußt auf den Analysen genomweiter Daten von 45 Individuen aus der Steppen- und der Gebirgszone des Nordkaukasus. Die zwischen 6500 und 3500 Jahre alten Skelette zeigen, dass die genetische Signatur in den nördlichen Bergflanken den Gruppen südlich des Kaukasus ähnelt und dort eine scharfe genetische Grenze zu den Steppengebieten im Norden verläuft.

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Kostbarer Schmuck, Münzschätze und dramatische Ereignisse
Griffschale aus dem Sarkophag von Zülpich

15. Archäologische Jahrestagung des LVR Wichtige archäologische Entdeckungen zogen am 4. und 5. Februar rund 450 Fachleute zum archäologischen Jahresrückblick ins LVR-LandesMuseum Bonn. Geladen hatte erstmalig der neue Leiter des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland, Dr. Erich Claßen.

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Gesichtserkennung für Münzen
Bildmontage Scanmerkmale

In deutschen Landesmuseen lagern unzählige historische Münzen, die sich nur im Detail voneinander unterscheiden. Anders als Gemälde lassen sich diese archäologischen Fundstücke nicht beschriften oder durch Barcodes kennzeichnen. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF haben in Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt einen Scanner und eine Auswertesoftware entwickelt, die die optischen Merkmale von Münzen in Sekundenschnelle digital erfassen und eindeutig beschreiben. Mithilfe des Messsystems können Münzfunde identifiziert und wiedererkannt werden.

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Neue Studien belegen weit zurückreichende Geschichte von Denisova-Mensch und Neandertaler in Südsibirien
Probennahme in der Denisova-Höhle

Die Denisova-Höhle im Süden Sibiriens ist weltweit die einzige bekannte Stätte, die zu verschiedenen Zeiten vom rätselhaften Denisova-Menschen und seinem Cousin dem Neandertaler besiedelt war. Zwei neue Studien unter maßgeblicher Beteiligung von Katerina Douka vom Jenaer Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte legen nun eine Zeitschiene vor, wann diese beiden altsteinzeitlichen Menschenarten jeweils an dieser Stätte lebten und welche Umweltbedingungen herrschten, bevor sie ausstarben.

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Hominine besiedelten unterschiedliche Lebensräume in Südostasien und Ozeanien
Das Tiefland der philippinischen Insel Palawan - Südostasien

Untersuchungen darüber, was unsere Spezies Homo sapiens von anderen Arten von Homininen unterscheidet, haben sich oft auf die Erforschung frühester materieller Spuren von "Kunst", "Sprache" oder "technologischer Komplexität" konzentriert. In jüngster Zeit haben Wissenschaftler jedoch argumentiert, dass der ökologischen Einzigartigkeit unserer Art mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

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Forschung zu den Ursprüngen der Feuerherstellung wird ausgezeichnet
Lagerfeuer

Für seine Dissertation »Beyond Prometheus: Pursuing the origins of fire production among early humans« wird der aus den USA stammende Archäologe Dr. Andrew C. Sorensen von der Universität Leiden in den Niederlanden mit dem diesjährigen Tübinger Förderpreis für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie ausgezeichnet. In dieser Arbeit beschäftigte er sich mit der Frage nach der Feuerherstellung in Europa schon vor der Ankunft anatomisch moderner Menschen um 40.000 Jahre vor heute.

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Kurz notiert

08.02.2019 DAI unterstützt die Antikenverwaltung von Mosul mit neuem technischem Gerät
08.02.2019 17 spektakuläre Entdeckungen in Bayern
01.02.2019 Neue Erkenntnisse zur römischen Militärpräsenz in Straßburg
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Neu in der Mediathek

Archäologie: Mehr als Schatzsucherei - - aus der Reihe »Was wie wofür studieren?« Video

Archäologie ist nicht nur die Suche nach Schätzen und Sensationen, wie dies in den Medien gerne dargestellt wird. Archäologie ist ein ernsthafter Beruf und das Studium ist einer von mehreren möglichen Ausbildungsgängen für Archäologen. Es gibt auch mehr als nur ein archäologisches Studienfach und so kann in Hamburg Klassische Archäologie und Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie studiert werden. In diesem Vortrag berichtet Prof. Frank Nikulka von der Universität Hamburg über Studium und Berufsfeld der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie. Anhand einer Reihe von Beispielen von der Steinzeit bis zum Mittelalter werden Fragestellungen und Arbeitsweisen von Archäologen vorgestellt. Das Video ist Teil der Videoreihe »Was wie wofür studieren?« der Universität Hamburg, in der Fachbereiche und Studienfächer vorgestellt werden, um Berufsfindung und Studienfachentscheidung zu unterstützen.

Video ansehen (Dauer: 57:37)
 
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Neue Einträge im Guide

  • Musée d’Archéologie nationale - Domaine national de Saint-Germain-en-Laye
    Das im denkmalgeschützten Schloss »Saint-Germain-en-Laye« beheimatete französische »Musée d’Archéologie nationale« präsentiert über 30.000 Jahre Geschichte - vom Paläolithikum bis ins Frühmittelalter. Auf der Homepage finden sich u.a. Informationen zu den aktuellen Veranstaltungen und den Sammlungen des Museums.
  • Bradshaw Foundation
    Die »Bradshaw Foundation« hat sich vorwiegend dem Schutz und der Dokumentation prähistorischer Felskunst verschrieben. Die Homepage hält neben aktuellen Nachrichten eine Unmenge an Informationen rund um die Felskunst bereit. In Text, Bild und mit Hilfe von Filmen kann man diese Form der Kunst bequem von heimischen PC weltweit erkunden.
  • Becoming Human
    Die vom Institute of Human Origins (Arizona State University) im Jahr 2009 erstellte Homepage ist zwar technisch nicht mehr auf dem neusten Stand, bietet allerdings mit interaktiven Dokumentationen, einer Timeline und einigem Unterrichtsmaterial zum Herunterladen immer noch einen gut Einstieg in das Thema der Menschwerdung.
  • Dendrochronologia
    »Dendrochronologia« ist eine internationale Fachzeitschrift, die sich mit allen Bereichen der Baumringforschung befasst. Die Zeitschrift erscheint im Open-Access und alle Artikel können als PDF heruntergeladen werden.
  • Institute of Human Origins (IHO) - Arizona State University
    Das IHO wurde in den 1980er Jahren von Donald Johanson gegründet, dem Entdecker der Australopethicus-Dame »Lucy«. Das weltweit zu den führenden Forschungseinrichtungen in der Hominidenforschung zählende Institut berichtet auf seiner Homepage ausführlich über die Forschungsprojekte und bietet zahlreiche seiner Publikationen zum Download an.
  • Erlebnis Archäologie
    Erlebnis Archäologie ist ein österreichischer Verein, der es seinen Mitglieder ermöglicht an archäologischen Ausgrabungen in ganz Europa in Form von Vereinsexkursionen teilzunehmen. Die Website enthält neben den Informationen zu den angebotenen Ausgrabungen auch Informationen zum Verein selbst und der Mitgliedschaft.
  • PalaeoChron Project ERC
    Das »PalaeoChron Project« des Laboratory for Archaeology an der Universität von Oxford möchte mittels neuester C14- und Thermolumineszenz-Datierungsverfahren die Chronologie am Übergang vom Mittelpaläolothikum zum frühen Jungpaläolithikum auf eine feste Basis stellen. Untersucht werden dafür Proben von Fundstellen aus Westeuropa bis nach Sibirien, z.B. Denisova und Kostenki in Russland oder Mochi und Fumane in Italien. Auf der Homepage wird ausführlich über die Herangehensweisen, Techniken und Aufgabenstellungen des Projektes berichtet. Aktuelle Informationen liefert ein Blog.
  • FINDER - Molecular identification of new human remains from Pleistocene Eurasia
    Das am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte (MPI-SHH) in Jena angesiedelte Projekt untersucht Skelettreste aus dem Mittel- und Frühpaläothikum in Eurasien (Desinova-Mensch, Neandertaler und moderner Mensch) auf der molekularen Ebene. Die Ergebnisse aus DNA-Analysen, Peptidmassenfingerprinting und weiteren Untersuchungsmethoden sollen die Möglichkeiten schaffen menschliche Überreste aus den vergangenen 200.000 Jahren besser charakterisieren zu können. Auf der Homepage wird sehr umfassend und aktuell über das Projekt informiert.
 
 
 

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