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Nachrichten aus der Archäologie

Neues zur besonderen Bevölkerungsentwicklung der Iberischen Halbinsel

Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände von Balma Guilanyà

Die Iberische Halbinsel gilt seit langem als Sonderfall in der Bevölkerungsgeschichte Europas, aufgrund ihres einzigartigen Klimas und ihrer Lage am äußersten westlichen Rand des Kontinents. Während der letzten Eiszeit blieb die Region relativ warm, so dass Pflanzen und Tiere - und möglicherweise auch Menschen -, die sich aus einem Großteil des übrigen Europas zurückziehen mussten, dort weiterleben konnten. Ein internationales Forschungsteam hat nun in zwei Studien alte DNA von Individuen der iberischen Halbinsel analysiert, die aus einem Zeitraum von mehr als 12.000 Jahren stammen.

Seeotter benutzt Amboss-Stein zum Öffnen von Muscheln
Der Steingebrauch von Seeottern hinterlässt markante archäologische Beweise
Ein internationales Forscherteam hat die Verwendung von großen, küstennahen Felsen als »Ambosse« zum Aufbrechen von Muschelschalen analysiert, ebenso wie mit der Zeit gewachsene Muschelhaufen. Mit ökologischen und archäologischen Ansätzen identifizierten die Forscherinnen und Forscher Muster, die für die Nutzung solcher Orte durch Seeotter charakteristisch sind. Durch die Betrachtung von Beweisen für die Nutzung von Steinen als Ambosse in der Vergangenheit könnten Wissenschaftler die Lebensraumnutzung von Seeottern besser verstehen. Weiterlesen
| Forschung
Neandertalerknochen aus Spy, Belgien
Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
Internationale Studie findet mehr gemeinsame Nahrungsvorlieben als angenommen ‒ Rätselhafte Spuren von Kannibalismus Neandertaler und der frühe moderne Mensch ernährten sich vermutlich sehr ähnlich: Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie und widerspricht damit der Annahme, die Neandertaler seien ausgestorben, weil ihr Ernährungsspektrum eingeschränkt war. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass moderne Menschen dennoch einen Vorteil hatten, weil sie vermutlich mobiler und besser vernetzt waren, berichtet das Team um Dr. Christoph Wißing von der Universität Tübingen. Weiterlesen
| Forschung
Das Erdwerk zeichnet sich im Luftbild ab
Das Erdwerk von Wellie: Göttinger Wissenschaftler erforscht mit Studierenden Jungsteinzeit-Anlage
Das Erdwerk von Wellie bei Nienburg ist ein zentraler Platz der Jungsteinzeit – erst im vergangenen Jahr wurde die Anlage entdeckt. Wofür sie früher genutzt wurde, erforscht derzeit ein Wissenschaftler der Universität Göttingen gemeinsam mit zehn Studierenden und der Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft. Sie untersuchen den Bereich mit geophysikalischen und bodenkundlichen Methoden. Ziel ist ein erster maßstabsgerechter Gesamtplan der Anlage sowie ihre zeitliche und kulturelle Einordnung. Weiterlesen
| Funde & Befunde
Kurz notiert

Zusätzliche Fördergelder für Museum und Park Kalkriese

Unterzeichnung der Zuwendungsvereinbarung für Kalkriese

Museum und Park Kalkriese stehen in diesem Jahr zusätzlich 73.000 Euro zur Verfügung, die vom Land Niedersachsen für die archäologischen Forschungen bereitgestellt werden.

Archäologietage in Europa
Seit 2010 beauftragt das französische Kulturministerium das Institut national de recherches archéologiques préventives (Inrap) mit der Koordinierung und Förderung der Nationalen Archäologietage (Journées nationales de l'archéologie, JNA). Zum zehnjährigen Bestehen öffnet Inrap diese Veranstaltung vom 14. - 16. Juni für alle europäischen Länder. Weiterlesen
| Ausstellungen
Karl-Uwe Mahler
Trierer Römerbauten in neuen Händen
Dr. Karl-Uwe Mahler beginnt seine Arbeit am Rheinischen Landesmuseum Trier Weiterlesen
| Personalia

Die neuesten Artikel

Plattenhornsteine aus Arnhofen in der mittelneolithischen Kreisgrabenanlage von Schiltern
Nachdem Luftbilder und zahlreiche neolithische Oberflächenfunde die Aufmerksamkeit der Amateurarchäologen Johann Böhm und Alois Huber für ein Terrain im Bereich der Gemeinde Schiltern in Niederösterreich geweckt hatte, veranlassten beide 2016 eine geomagnetische Prospektion des Geländes. Das Fazit: die Entdeckung einer Kreisgrabenanlage mit drei Gräben und einer Innenpalisade. Alexander Binsteiner hat das in jahrzehntelanger Arbeit zusammengetragene neolithische Silexmaterial untersucht und analysiert.
Funde & BefundeDeutschlandÖsterreichNeolithikumMontanarchäologie
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Ein Berufsverband für die Archäologie
Seit vielen Jahren taucht aus den Reihen der deutschen Archäologie immer wieder der Wunsch nach einem archäologischen Berufsverband auf, der zum einen die Interessen der archäologischen Arbeitnehmer vetritt und zum anderen für gleiche Standards, Professionalität und somit Chancengleichheit der Institutionen und Firmen zu sorgen. Das britische Chartered Insitute for Archaeologists (CIfA), das zu den zwei weltweit größten archäologischen Berufsverbänden zählt, unterstützt seit Mitte 2017 den Aufbau einer Regionalgruppe in Deutschland. Am 12. Februar erfolgte die offizielle Gründung CIfA Deutschland.
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